Über Urlaub, Urlaubsabgeltung und anderes Teufelszeug, pardon: andere Ansprüche

Beim Bundesarbeitsgericht geht es um Urlaub. Und Urlaubsansprüche. Und Urlaubsabgeltungsansprüche. Es passt zur Saison. Das aber ist eher zufällig. Und auch die Terminierung des Verfahrens in die erste Woche im August ist keine justizielle oder gar diabolische Gemeinheit als Quittung eines mit diabolischem Humor ausgestatteten Bundesgerichts für Behelligung mit einem solchen Verfahren.

Ähnliches mutmasste kürzlich nach der Schilderung eines Anwalts dessen Mandant, der ebenfalls in einem Arbeitsgerichtsverfahren um die Urlaubsabgeltung mit seinem ehemaligen Arbeitgeber stritt.

Aber das ist eine an anderer Stelle zu erzählende Geschichte mit kleinen diabolischen Vergnüglichkeiten. Juristen sind so. Heisst es. Wir versuchen, meist diesem Klischee entgegenzuwirken. Wo das Sinn macht. Manchmal macht es mehr Sinn und (touché!) sogar mehr Spass, in die Kerbe noch eins dreinzuschnitzen. Wer Klischees mit allem Mutwillen hegt und pflegt, wird manchmal von ihnen erledigt. So einfach ist das.

Zurück zum Fall:

Beim Bundearbeitsgericht streitet ein Kläger um Urlaubsabgeltungsansprüche, der bei der Beklagten bis 31. März 2009 als Rettungssanitäter beschäftigt war. Nun soll das BAG ihn retten. Denn auf der Gegenseite ist göttliche Schützenhilfe im Spiel.

Nicht wirklich, aber – sagte ich es nicht? – es macht manchmal diabolischen Spass, fiese Klischees zu pflegen

Aufgrund arbeitsvertraglicher Verweisung fanden auf das Arbeitsverhältnis die Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (AVR) Anwendung.

Danach belief sich der Urlaubsanspruch des Klägers auf jährlich 30 Urlaubstage.

In § 28 Abs. 7 AVR ist geregelt, dass Urlaub, der aus dienstlichen Gründen oder wegen Dienstunfähigkeit nicht spätestens bis 30. Juni des folgenden Urlaubsjahres angetreten ist, verfällt.

Im Jahr 2007 nahm der Kläger neun Tage Urlaub. Vom 22 ...

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