Kasse muss keine Präimplantationsdiagnostik bezahlen

Paare mit Kinderwunsch können auch mit einer Veranlagung für eine Erbkrankheit von ihrer Krankenkasse keine Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung und einer Präimplantationsdiagnostik (PID) verlangen. Denn die PID stellt weder eine Maßnahme der Früherkennung im Sinne des Gesetzes noch eine Krankenbehandlung dar, entschied das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg in Stuttgart in einem am Donnerstag, 25.07.2013, veröffentlichten Urteil (AZ: L 4 KR 5058/12). Auch habe der Gemeinsame Bundesausschuss die PID nicht als Behandlungsmethode anerkannt.

Geklagt hatte ein Paar aus dem Raum Mannheim. Beide Kläger sind Träger einer Mutation im sogenannten GLDC-Gen. Die Genveränderung kann bei einem Neugeborenen zu einer vererbten Stoffwechselerkrankung, der sogenannten ketotischen Hyperglycinämie führen. Die Kläger sind bereits Eltern von zwei Kindern. Eines der Kinder leidet an der Erbkrankheit. Die Frau erlitt zudem eine Fehlgeburt, zwei Schwangerschaften wurden abgebrochen, da die Föten ebenfalls von der Erbkrankheit betroffen waren.

Die Eltern wollten jedoch weitere allerdings gesunde Kinder. Daher beantragten sie bei ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme für eine PID und einer künstlichen Befruchtung. Bei der PID werden außerhalb des Körpers kranke Eizellen und Spermien aussortiert. Für eine künstliche Befruchtung werden dann nur gesunde Zellen verwendet.

Doch die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme für die PID und die künstliche Befruchtung ab. Das Paar könne auf natürlichem Wege Kinder zeugen ...

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