Bundeskartellamt : Bestpreisklausel des Hotelportals HRS nach wie vor kritisch

Nach Prüfung der Stellungnahmen des Hotelportals HRS und aller anderen maßgeblichen Marktteilnehmer hat das Bundeskartellamt HRS erneut wegen Verstoßes gegen deutsches und europäisches Wettbewerbsrecht abgemahnt.

Die Verträge zwischen HRS und den im Portal präsentierten Hotels enthalten sogenannte Bestpreisklauseln.

Danach müssen die Hotels jedenfalls auch über HRS

den jeweils niedrigsten Hotelpreis, die höchstmögliche Zimmerverfügbarkeit und die jeweils günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen im Internet anbieten.

Seit März 2012 darf das Hotel Reisenden selbst dann keine besseren Konditionen anbieten, wenn diese direkt an der Rezeption des Hotels eine Buchung vornehmen.

Nach Aufforderung durch das Bundeskartellamt hat sich HRS verpflichtet, während des laufenden Verfahrens auf eine Durchsetzung ihrer Bestpreisklausel gegenüber den Hotels zu verzichten.

Laut Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes gehe es in diesem Verfahren um eine ganz grundlegende Frage für das Internet-Geschäft über Plattformen, denn ähnliche Klauseln, wie sie HRS verwende, fände man ebenso bei anderen Plattform-Betreibern und anderen Branchen. Bestpreisklauseln würden auch von den Hauptwettbewerbern von HRS angewendet und seien vielfach nur auf den ersten Blick zum Vorteil der Verbraucher ...

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