Symptome einer Unternehmenskrise und geeignete Reaktionsmöglichkeiten

Michael Ludwig Lang

Rechnungswesen und Controlling haben Führungsinformationen zu liefern, mit denen Unternehmenskrisen vorausschauend erkannt werden können. Besonders krisenanfällig sind Unternehmen bei Marktveränderungen, starken Wachstumsphasen und Generationswechseln. Dabei sind fehlendes Eigenkapital, zunehmende Absatzprobleme und Managementfehler die konkreten Ursachen. Der Sanierungsbedarf wird zumeist sehr spät erkannt.

Oft entwickelt der Unternehmer erst ein Problembewusstsein, wenn sich ein Liquiditätsengpass zur Zahlungsunfähigkeit auswächst. Dann besteht nach der Insolvenzordnung Handlungsbedarf, da ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber binnen 60 Tagen, ein Insolvenzantrag zu stellen ist. In dieser Phase verbleiben zur Rettung oft nur mehr schmerzhafte Spätmaßnahmen wie der Verkauf von Beteiligungen und Sachanlagen oder Forderungsverzichte von Gesellschaftern oder Banken. Wenn diese Maßnahmen nicht sofort greifen, ist der Unternehmer auf die Sanierung mittels eines Sanierungsplanes im Rahmen eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens angewiesen. Er sollte also handeln, bevor sich eine dauerhafte Liquiditätskrise manifestiert.

Nur das frühzeitige Erkennen von Insolvenzsymptomen und die Kenntnis der wesentlichen Insolvenzursachen können betrieblichen Insolvenzen nachhaltig vorbeugen. Bei einem erfolgversprechenden Frühwarnsystem werden alle strategischen Faktoren ständig im Hinblick auf Abweichungen „gescannt“ ...

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