Sie haben das Recht zu schweigen!

„Sie haben das Recht zu schweigen. Alles was Sie sagen kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht, zu jeder Vernehmung einen Verteidiger hinzuzuziehen.“

So kennen wir den Hinweis aus ungezählten amerikanischen Filmen.

Das Recht zu schweigen ist oft nicht mit gelernten Umgangsformen in Einklang zu bringen

Der gleiche Grundsatz gilt auch im deutschen Recht. In § 136 StPO heißt es (unter anderem):

Bei Beginn der ersten Vernehmung ist dem Beschuldigten zu eröffnen, welche Tat ihm zu Last gelegt wird und welche Strafvorschriften in Betracht kommen. Er ist darauf hinzuweisen, daß es ihm nach dem Gesetz freistehe, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen und jederzeit, auch schon vor seiner Vernehmung, einen von ihm zu wählenden Verteidiger zu befragen.

Aus dem Recht des Beschuldigten zu schweigen folgt, dass aus einem Schweigen keine negativen Rückschlüsse gezogen werden dürfen.

Die Konfrontation mit Ermittlungsbehörden ist ungewohnt und häufig beängstigend

Die Situation in einem Ermittlungsverfahren setzt den Beschuldigten jedoch häufig so unter Druck, dass er sich verpflichtet fühlt, zur Sache auszusagen. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie nachvollziehbar. Eine Vernehmungssituation ist für die meisten Menschen fremd und angsteinflößend ...

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