Sachverständiger und Sachverstand?

Ein vom Gericht bestellter Sachverständiger hatte ein schriftliches Gutachten erstellt, das bedauerlicherweise zulasten des Mandanten ausgefallen war. Trotz entsprechender Einwände hatte der Sachverständige in zwei ergänzenden Stellungnahmen an seinem Gutachten festgehalten. Er “durfte” sein Gutachten dann mündlich erläutern, wirkte dabei indes recht unsicher.

Zunächst bekundete der Sachverständige, daß er nicht wisse, wie bei dem in Rede stehenden Fahrzeug der Ölkreislauf funktioniere. Da ist man bereits mehr als erstaunt. Die Frage klingt für mich nach einer Grundlagenfrage. Man ist um so mehr verwundert, wenn man weiß, daß sich der Sachverständige bereits in seinen ergänzenden Stellungnahmen mit dem Ölkreislauf befassen durfte. Hatte er dort lediglich geraten, wenn ihm der Ölkreislauf des Fahrzeuges gar nicht bekannt war?

Es folgten verschiedene Aussagen zu dem vermutlichen Ölkreislauf, zu denen mir ein anderer Sachverständiger mitteilte, daß diese auf kein halbwegs aktuelles Fahrzeug zuträfen.

Dann behauptete der Sachverständige, daß ein lockeres Bauteil sich “schwingungsbegünstigend” ausgewirkt habe. An anderer Stelle verwies er darauf, daß die Wirkung “schwingungsbelastend” sei. Auf meinen Vorhalt schwenkte er darauf um, daß es auf das jeweilige Fahrverhalten ankomme und beide Antworten richtig seien ...

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