Reiserecht: Fehlende Einkaufsmöglichkeiten rechtfertigen Reisepreisminderung und Schadensersatz

Die Klägerin hatte für sich und ihr Kind eine Ferienwohnung auf Korfu gebucht und bei der Buchung angegeben unbedingt auf Strandnähe und nahe Einkaufsmöglichkeiten Wert zu legen. Vor Ort angekommen wurde ihr, offenbar wegen Überbelegung, eine andere Ferienwohnung zugewiesen, die 250m vom Strand entfernt lag und zudem in der Nähe nur einen Minimarkt bot.

Die Klägerin reklamierte ordnungsgemäß und zog mangels Alternative in die angebotene Ferienwohnung ein. Nach Ende der Reise machte sie ihre Ansprüche gegenüber dem Veranstalter geltend. Neben Reisepreisminderung begehrte sie auch Schadensersatz, da sie sich und ihr Kind aufgrund der fehlenden Einkaufsmöglichkeiten nicht selbst versorgen habe können und somit mehrmals mit dem Kind zum Essen in ein Restaurant gehen musste.

Das Amtsgericht München gab der Klägerin Recht (AG München, Urteil vom 21.02.2013 – 244 C 15777/12). Die Entfernung der Unterkunft zum Strand brachte 5% Preisminderung ...

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