Sturz am Bankautomat – Unfallversicherungsschutz pflegender Angehöriger ?

Die Frage, ob bei einem Sturz beim Geldabheben am Bankautomaten Unfallversicherungsschutz pflegender Angehöriger besteht, hat das Bayerische Landessozialgericht in einer heute veröffentlichten Entscheidung vom 27.3.2013 behandelt:

Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, steht auch beim Geldabheben am Bankautomat unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Jedenfalls dann gelte dies, wenn mit dem abgehobenen Geld vom Konto des Pflegebedürftigen für dessen Versorgung eingekauft werden sollte.

Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Klägerin pflegte ihre Schwiegermutter zu Hause. Beim Einkauf für die Schwiegermutter stürzte die Klägerin auf dem Weg vom Auto zum Geldautomat auf winterlicher Straße. Die Klägerin machte daraufhin Verletzungen an Hals- und Lendenwirbelsäule sowie an der Hand geltend. Der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung verneinte einen Arbeitsunfall, in erster Instanz blieb die Klage zunächst erfolglos.

In der Berufungsinstanz bejahte dann das Bayerische LSG das Vorliegen eines Arbeitsunfalles: Pflegende Angehörige stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Versichert ist neben der Pflege zu Hause auch das Einkaufen für den Pflegebedürftigen. Wer dazu Bargeld vom Konto des Pflegebedürftigen abhebt, erhält Unfallversicherungsschutz auch für den Weg zum Geldautomat ...

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