Pippi Langstrumpf – Urheberrechtlicher Schutz einer literarischen Figur

Der BGH hat mit Urteil vom 17.07.2013 entschieden, dass der Klägerin, die für sich in Anspruch nimmt, Inhaberin der urheberrechtlichen Nutzungsrechte am künstlerischen Schaffen von Astrid Lindgren zu sein, keine Ansprüche aus Urheberrecht gegen eine Einzelhandelskette zustehen, die in Verkaufsprospekten für Karnevalskostüme mit Fotografien warben, welche ein Mädchen und einer jungen Frau zeigen, die als Pippi Langstrumpf verkleidet waren.

Zwar handelt es sich bei der von Astrid Lindgren in ihren Kinderbüchern geschaffenen Figur der “Pippi Langstrumpf” um ein urheberrechtlich geschütztes Sprachwerk im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG:

Voraussetzung für den Schutz eines fiktiven Charakters ist es, dass der Autor dieser Figur durch die Kombination von ausgeprägten Charaktereigenschaften und besonderen äußeren Merkmalen eine unverwechselbare Persönlichkeit verleiht.

Dies ist bei der Figur der “Pippi Langstrumpf” der Fall. Schon die äußeren Merkmale fallen aus dem Rahmen (karottenfarbene Haare, die zu zwei abstehenden Zöpfen geflochten sind, eine Nase voller Sommersprossen, die die Form einer kleinen Kartoffel hat, breiter lachender Mund, gelbes Kleid, darunter eine blaue Hose, ein schwarzer und ein geringelter Strumpf, viel zu große Schuhe) ...

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