Meisterliches noch präsent?

Es war einmal……

….könnte die Geschichte beginnen. In der es auch um ein aktuelles BGH-Urteil geht.

Mit und über diejenigen Betriebe und Werkstätten, die beispielsweise noch in meiner Schulzeit völlig gang und gäbe waren. Jener Schuster beispielsweise, der seine Werkstatt in einem hübschen alten Häuschen rund 10 -15 Minuten Fussweg entfernt in unserem Viertel hatte. Es roch nach Leder, Holz und Leim und er fertigte noch Maßsschuhe, das entsprechende Zubehör, Material für Rohlinge und Leder und die Herstellung und Verarbeitung hingen und standen in der Werkstatt, die man vom kleinen Kassentisch und -tresen aus sehen konnte. Wie auch die Werktische und Werkzeug. Und – vor allem – reparierte er noch Schuhe, an denen sich Sohle oder Absatz einer Erfrischungskur unterziehen mussten oder die Naht löste oder eine Riemchenschnalle von Sandalen löste.

Und man hätte sich ziemlich geniert, wäre man mit Schuhen zu ihm marschiert wäre, bei denen seine verschmitzten, manchmal aber auch prüfend guggenden Augen auf den ersten Blick erkannten, ob man seine Schuhe erstens regelmässig und zweitens ordentlich putzte und pflegte und ob man den Absatz einseitig herunterlatschte oder die Schuhe erst brachte, wenn die Absätze bereits heruntergelaufen waren. Ich war schon als Kind verantwortlich für das Schuheputzen der ganzen Familie – und ab Schulzeit auch für die Gänge zum Schuster für die Schuhe, die zu reparieren waren.

Es dauerte meist 2 Tage, nicht nur ein paar Minuten Wartezeit bei einem Shop im Kaufhaus, bis man sie wieder abholen durfte. Man hatte also zweimal den Weg. An tief verschneiten Tagen lag das Häuschen wie eines aus Dicken’s Geschichten zwischen den Zweifamilienhäuschen zur Rechten und Linken. Und obwohl in der Isarmetropole sonst nicht üblich, auf diesem Hausdach lagen Steine, wie sie sonst nur im Voralpenland oder im Gebirge üblich waren ...

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