Bestehensregelung für die Uni­ver­si­tä­re Schwer­punkt­be­reichs­prü­fung

Eine Re­ge­lung, nach der das Nicht­be­ste­hen einer Teil­prü­fung zum Nicht­be­ste­hen der Ge­samt­prü­fung füh­ren soll, ge­nügt den An­for­de­run­gen des Art. 12 Abs. 1 GG, wenn die Teil­prü­fung schon für sich ge­nom­men eine zu­ver­läs­si­ge Grund­la­ge für die Be­ur­tei­lung der Eig­nung des Prüf­lings bie­tet. Ob dies der Fall ist, ob­liegt re­gel­mä­ßig in wei­tem Um­fang der ei­ge­nen Ein­schät­zung des Norm­ge­bers, die ge­richt­lich nur be­an­stan­det wer­den darf, wenn sie of­fen­kun­dig sach­lich un­ver­tret­bar ist.

Im Falle der uni­ver­si­tä­ren Schwer­punkt­be­reichs­prü­fung nach § 5 Abs. 1 Halbs. 2 DRiG un­ter­liegt der Norm­ge­ber wegen der Ver­klam­me­rung die­ser Prü­fung mit der staat­li­chen Pflicht­fach­prü­fung zur ers­ten ju­ris­ti­schen Prü­fung al­ler­dings en­ge­ren grund­recht­li­chen Bin­dun­gen. So­weit die uni­ver­si­tä­re Schwer­punkt­be­reichs­prü­fung die staat­li­che Pflicht­fach­prü­fung le­dig­lich fä­cher­be­zo­gen er­gänzt und die­ser damit in ihrer grund­sätz­li­chen An­la­ge gleicht, hat sich der Norm­ge­ber an der Höhe der­je­ni­gen Eig­nungs­an­for­de­run­gen zu ori­en­tie­ren, die in der Aus­ge­stal­tung der Be­ste­hens­re­ge­lung für die staat­li­che Pflicht­fach­prü­fung zum Aus­druck kom­men.

Es ist Sache der Be­ur­tei­lung durch den prü­fungs­recht­li­chen Norm­ge­ber, wel­ches Ge­wicht Ein­zel­leis­tun­gen im Rah­men der Ge­samt­wer­tung zu­ge­wie­sen wird. So­lan­ge die ent­spre­chen­de Re­ge­lung von sach­li­chen Er­wä­gun­gen ge­tra­gen wird, ist sie ge­richt­lich nicht zu be­an­stan­den, auch wenn sich eine an­de­re Ge­wich­tung den­ken ließe ...

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