Wenn Pipi Langstrumpf den BGH beschäftigt

In einem Urteil vom 17.07.2013 musste sich der BGH mit der Frage auseinandersetzen, ob die

Astrid Lindgren Urheberrechtsschutz genießt. Der BGH bejahte dies und lies Pipi aber dann doch im Stich.

Der Beginn des Streits lag bereits im Jahr 2010 als der Discounter Penny Karnelvalskostüme - mit dem Namen "Püppi" - anbot, mit denen man sich als Pipi Langstrumpf verkleiden konnte. Zu Werbezwecken warb der Discounter mit dem Foto eines ca. 5 jährigen Mädchens und einer jungen Frau, die das Kostüm trugen. Beide trugen hierbei eine rote Perücke mit abstehenden Zöpfen, ein T-Shirt sowie Strümpfe mit rotem und grünen Ringelmuster und waren unschwer als Pipi Langstrumpf zu erkennen.

Eine Gesellschaft, der Lindgren die Rechte an ihrem literarischen Schaffen übertragen hat, fand dies gar nicht amüsant und sah sich in ihren Rechten verletzt. Sie verlangte vom Discounter eine Gebühr von 50.000 € im Rahmen einer fiktiven Lizenzanalogie und zog vor Gericht.

Sowohl das Landgericht Köln in der ersten Instanz als auch das Oberlandesgericht Köln in der Berufungsinstanz verurteilten Penny antragsgemäß. Beide Gerichte befanden hierbei, dass die Figur "Pipi Langstrumpf" den Schutz als Sprachwerk im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG genießt. So heißt es etwa im Berufungsurteil des OLG Köln:

Die literarische Figur „Pippi Langstrumpf" genießt urheberrechtlichen Schutz. Ein Sprachwerk gemäß § 2 Nr. 1 UrhG kann nicht nur hinsichtlich des Textes selbst Schutz genießen; geschützt ist vielmehr auch der Werkinhalt, einschließlich besonders gestalteter Figuren (Schricker/Loewenheim, UrhG, 4. Aufl., § 2 Rdn ...

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