Wenn der Geduldsfaden bei der Schadenregulierung zu früh reißt

Das Oberlandesgericht Köln hat mit Beschluss vom 31. Januar 2012 (Az.: 24 W 69/11) entschieden, dass sich ein Geschädigter, der nicht auf den Kosten des Verfahrens sitzen bleiben will, dem Kfz-Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers eine Prüfungsfrist von vier bis sechs Wochen einräumen muss, bevor er Klage einreicht.

Ende März 2011 war der Kläger mit seinem Pkw Opfer eines Auffahrunfalls geworden. Als ihm der Kfz-Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers einen Fragebogen für Anspruchsteller zugesandt hatte, hörte der Kläger lange Zeit nichts. Hintergrund für das abwartende Verhalten des Versicherers war, dass der Fahrer des versicherten Fahrzeuges erst nach mehreren Erinnerungen zu einer Schadenschilderung bereit war.

Fast einen Monat nach dem Unfall wurde der Kläger ungeduldig und beauftragte einen Anwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen. Dies zeigte auch keinen Erfolg, so dass der Anwalt Ende Mai 2011 Klage einreichte.

Anfang August erkannte der Versicherer die Klageforderung an. Der Rechtsstreit wurde daraufhin übereinstimmend als erledigt erklärt. Die Kosten des Rechtsstreits erlegte das Kölner Landgericht jedoch dem Kläger auf ...

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