Europarecht und französisches Recht: Vereinfachung bei der Rechnungssaustellung

Eines der Ziele des Europarechts ist die Vereinfachung, Modernisierung und Harmonisierung der mehrwertsteuerlichen Anforderungen an die Rechnungstellung. Die Schwierigkeit ist aber, dieses Ziel mit der Pflicht, die Echtheit und die Unversehrtheit von Rechnungen sicherzustellen, zu vereinbaren. Dahingehend erlaubte schon eine Richtlinie des Jahres 2001 Nr. 2001/115/EG die Erstellung von elektronischen Rechnungen. Die technischen Erfordernisse waren jedoch schwierig zu erfüllen. Eine europäische Richtlinie 2006/112/EG vom 28.11.2009 ging bei der Vereinfachung der Pflichten betreffend die Rechnungsstellung noch weiter. Die Richtlinie 2010/45/EU vom13.07.2010 wurde im Rahmen dieser Entwicklung verkündet.

Die französische Verordnung Nr. 2013-346 vom 24.04.2013, welche am 26.04.2013 in Kraft trat, setzt im französischen Wirtschaftsrecht die von der Richtlinie vom 13.07.2010 vorgesehenen Vereinfachungen der Pflichten bei der Ausstellung von französischen Rechnungen auf dem Gebiet der Umsatzsteuer um. Die Änderungen dieser neuen Richtlinie gegenüber der Richtlinie vom 28.11.2006 betreffen vor allem die für Vollmachten notwendigen Formalitäten. Von nun an ist es nämlich nicht mehr erforderlich, für Rechnungsaufträge auf ein Schriftstück zurückgreifen zu können. Dies betrifft die durch den Steuerpflichtigen erteilten Vollmachten. Eine stillschweigende Beauftragung wird von nun an akzeptiert ...

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