der ungerechte Sozialstaat

es gibt traurige und besonders traurige Schicksale. Traurig ist es an Krankheiten zu leiden, die alles andere als lustig sind. Keiner will das und der Sozialstaat ist damit gefordert. Keine Frage. Die Frage wie beantwortete der Spiegel am Beispiel eines nahezu bewegungsunfähigen Jurastudenten. Keine Frage, da möchte niemand tauschen, nicht für alles Geld der Welt. Um Inklusion geht es dabei irgendwie und irgendwie auch nicht. Dass Herr Grosch gefördert wird, scheint ja nun zunächst klar zu sein. Was Herr Grosch (zusätzlich) verlangt ist ein vollständiger Ausgleich seiner Behinderung durch den Staat. Er möchte erreichen, dass er Einkommen nicht für seine behinderungsbedingten Aufwendungen einsetzen muss.
Constantin hat für sich errechnet, dass er monatlich nur 1600 Euro zur Verfügung haben und insgesamt nur 2600 Euro Vermögen ansparen dürfte - hat er mehr, müsste er davon seine Assistenz bezahlen.
Vereinfacht ausgedrückt wird er behandelt wie ein "Aufstocker" - das heißt die "private" Assistenz wird nur über die Grundsicherung gefördert. Wenn er die private Assistenz nicht locker aus dem Einkommen eines DAX-Vorstands bezahlen kann, bleibt ihm tatsächlich nicht mehr als einem Leistungsempfänger. Fair ist das natürlich nicht. So wie das Leben nicht fair war. Man kann sich abseits der Fairness fragen, was der Staat schuldet und mit Spiegel zu dem Ergebnis kommen, dass der Staat im Rahmen der Inklusion natürlich gefordert ist, die Benachteiligung vollständig auszugleichen. Wäre auch schön. Ich vertrete eine Menge Menschen, die ebenfalls Leistungen beziehen. Nicht wegen einer anerkannten Behinderung. Wegen ihrer Herkunft, wegen ihrer schlechten Ausbildung, wegen fehlender Erziehung, warum auch immer. Nehmen wir an, Sie werden in sozialen Brennpunkt groß, ihre Eltern sprechen zwar irgendwie die Muttersprache, meistens aber nur in Halbsätzen und geschrien ...Zum vollständigen Artikel

  • Bewegungsunfähiger Student: Sozialstaat gegen Constantin

    spiegel.de - 10 Leser - Er kann sich kaum bewegen, aber er studiert Jura, will arbeiten, vielleicht heiraten: Constantin Grosch, 20, wäre ein Musterbeispiel für gelungene Inklusion - wenn ihn nicht die Sozialgesetze behindern würden.

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