Das Ende der Cash-GmbH

Die sog. Cash-GmbH wurde mit den Entscheidungen des Bundestages und Bundesrats am 6. bzw. 7. Juni 2013 zu entsprechenden Änderungen im Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz als Steuerspar-Modell abgeschafft. Bis dahin war es möglich, hohe Geldvermögen mittels einer so genannten Cash-GmbH erbschafts- bzw. schenkungsteuerfrei zu übertragen.

Das Steuerspar-Modell “Cash-GmbH” funktionierte so, dass der Erblasser oder Schenker eine GmbH gründete und diese mit einem hohen Geldvermögen ausstattete. Da die GmbH bislang kraft Rechtsvermögen immer Betriebsvermögen hatte, konnte der Erblasser bzw. Schenker seine Anteile an der GmbH nahezu bis ganz erbschafts- bzw. schenkungssteuerfrei auf den Erben bzw. Schenkungsnehmer übertragen. Voraussetzung war lediglich, daß der Erbe bzw. Beschenkte die Anteile 5 bzw. 7 Jahre fortführte. Solche Geldschenkungen mittels Gründung einer GmbH und Übertragung der Anteile waren recht verbreitet und lohnten sich – unter rein steuerlichen Gesichtspunkten – bereits ab Beträgen in Höhe von EUR 400.000 für Kinder und EUR 500.000,00 für die Ehepartner. Angesichts dessen, daß der zeitliche und finanzielle Aufwand für die Gründung einer GmbH überschaubar geworden ist, waren die Hürden für solche Gestaltungen nicht besonders hoch ...

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