Schlafende Hunde – wecken und wegscheuchen, bevor jemand drüber stolpert!

Bekanntlich haften Tierhalter (§ 833 BGB) ähnlich wie Fahrzeughalter (§ 7 StVG) und Betreiber von Kernkraftwerken (§§ 25ff. AtG) für Schäden, die durch z.B. ihren Hund verursacht werden, ohne dass man ihnen ein Verschulden nachweisen muss, Stichwort: Gefährdungshaftung. Dass der Hundehalter auch dann für die Schäden geradezustehen hat, wenn jemand über seinen nur schlafend herumliegenden Hund stolpert, ist jüngst vom Oberlandesgericht (OLG) Hamm bestätigt worden (Urteil vom 15. Februar 2013, Az. 19 U 96/12).

Gefährlicher sog. Luxushund. Solche Gardinen dagegen darf man ungestraft hängen lässen.

Der betreffende Schäferhund hatte sich in einem Laden neben der Kassentheke befunden, seine Halterin bediente eine Kundin. Währenddessen stand der Hund auf und legte sich in den Eingangsbereich des Geschäfts auf seinen Lieblingsplatz. Die Kundin übersah ihn dort kurz darauf und kam zu Fall.

Aus den Gründen

(Hervorhebungen durch den Autor)

Es ist auf die tierimmanente Gefahr des Hundes zurückzuführen, dass die Klägerin unstreitig beim Verlassen des Ladenlokals über ihn stürzte und sich am rechten Knie verletzte. Bei der Rechtsgutverletzung der Geschädigten hat sich gerade die dem Tier typischerweise anhaftende Gefahr verwirklicht, indem der Schaden auf der Unberechenbarkeit und Selbstständigkeit tierischen Verhaltens sowie der dadurch hervorgerufenen Gefährdung beruht […] ...

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