Klingelingeling beim VGH

Eigentlich sollte hier heute morgens bereits ein Bericht zu einer Disziplinarklage stehen.

Die zum zweiten Mal das Bundesverwaltungsgericht und zwischendrin auch zweimal den VGH beschäftigt hat.

Auf den ersten Blick ein Bagatellfall.

Nicht allein wegen der eher dürren Worte, mit denen das Bundesverwaltungsgericht über den Fall berichtet, sondern weil es um eine Bagatelle zu gehen schien: 50 Euro. Die zur Entfernung aus dem Dienst führen sollen. Und die aus einem Pilotenkoffer und dem dortigen Portemonnaie genommen worden waren. Warum es keine Bagatelle ist, in mehr als einer Hinsicht, lohnt der Vertiefung. Sie werden davon lesen, etwas später. Man hat – auch bei flüchtiger Lektüre – den missliebigen Eindruck, es habe beim Mitarbeiter, um den es ging, noch nicht so wirklich ganz geklingelt. Und den Entscheidungsgründen des VGH klingt das ein bisschen im Subton an. Dazu dann mehr mit dem Post zu dem Fall. Inzwischen lasse ich es für Sie bissl klingeln beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Dort geht es dieser Tage um Geräuscheinwirkungen durch Kirchenglocken. Immer wieder gern als Thema in Prüfungsaufgaben für Jungjuristen vor erstem oder zweitem Examen, aber auch immer wieder in der Lebenspraxis und eben durch die Instanzen hindurch. Im nun zu verhandelnden Fall beim BayVGH wendet sich der Kläger gegen das Gebetsläuten durch drei Glocken jeden Freitag um 11.00 Uhr und das Sonntagseinläuten jeden Samstag um 16.00 Uhr, das von einer evangelischen Kirchengemeinde im ländlichen Raum des südlichen Mittelfranken veranstaltet wird.

Nun kann manchen auch die Fliege an der Wand stören – und Glockenläuten als störend zu empfinden, kann mancherlei Gründe und Ursachen haben. Mir persönlich würde es schier fehlen, nicht aus religiösen Gründen, sondern weil ich den Klang schlicht schön finde und von jeher gewohnt bin, solche in der näheren Umgebung zu haben ...

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