Besteht Verschlüsselungspflicht beim Versand von E-Mails mit personenbezogenen Daten?

Einen interessanten Fall hatte das VG Berlin, Az. 1 K 133.10 zu entscheiden. Ein Arbeitsvermittler hatte dabei per unverschlüsselter E-Mail an ausgewählte potentielle Arbeitgeber Bewerberprofile versandt. Der Berliner Datenschutzbeauftragte gab dem Vermittler gestützt auf Nr. 4 der Anlage zu § 9 BDSG und § 38 Abs. 5 BDSG auf, entweder nur pseudonyme Bewerberprofile zu verwenden oder seine E-Mails zu verschlüsseln. Die Arbeitssuchenden hatten in die Weitergabe ihrer Daten eingewilligt und dies auch später bezogen auf einen unverschlüsselten Versand per E-Mail. Das VG hob dann die Entscheidung des Datenschutzbeauftragten auf. Der Einsatz einer Verschlüsselungssoftware sei unverhältnismäßig im Sinne des § 9 Satz 2 BDSG und daher nicht erforderlich. Dies hänge damit zusammen, dass der Vermittler gezielt nur bestimmte Arbeitgeber angeschrieben habe. Die Gefahr eines unbefugten Mitlesens der Daten sei daher als gering anzusehen. Außerdem läge eine Einwilligung der Arbeitssuchenden vor, die auch freiwillig erteilt worden wäre ...Zum vollständigen Artikel

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