Straftatbestand gesucht

Im Blog Terrorismus in Deutschland wird über die Zeugenvernehmung eines Journalisten berichtet. Die Story lief in drei Stufen:

Als Reporter der Abendzeitung habe er zeitweise Hausverbot im Münchner Polizeipräsidium gehabt, weil er für die Polizei ungünstige Informationen veröffentlicht hatte, die er bei einem Besuch in der Mordkommission in einem Ermittlungsbericht unerlaubt gelesen hätte (hier wiegt der Pressekodex bedenklich sein weises Haupt). Dieses Hausverbot sei für ihn sehr misslich, weil geschäftsschädigend gewesen. Auf einen Tipp hin habe er aber eines Nachts einen Streifenwagen fotografieren können, in dem zwei Beamte schlafend saßen. Mit diesem Bild sei er dann zum Polizeipräsidenten gegangen und habe gefragt, wer die beiden Beamten seien (Pressekodex und Staatsanwalt wiegen nun gemeinsam ihr Haupt). Dieser habe das Bild verlangt und im Gegenzug das Hausverbot aufgehoben (Pressekodex und Staatsanwalt fallen in Ohnmacht).

Von der Heyde erzählte die Anekdote allen Ernstes mit einem Schmunzeln. Inzwischen landen solche Fälle glücklicherweise manchmal vor Gericht, wie Ottfried Fischer mit gemischten Gefühlen berichten kann.

Quelle, Formatierung/Nummerrierung von mir

Die Darstellung des Pressekodex und Staatsanwaltes als erst bedenklich mit dem Haupt wiegend und später in Ohnmacht fallend fand ich sehr ansprechend, brachte mich auch spontan zum Lächeln.

Ich frage mich jedoch, was einen Staatsanwalt bei der Ziffer 2 zu dem wiegenden Haupt veranlassen sollte? Das Fotografieren des Streifenwagens mit den schlafenden Polizisten dürfte im öffentlichen Verkehrsraum stattgefunden haben ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK