Steuerfahnder nehmen Online-Verkäufer ins Visier

Die Finanzbehörden können bei den Internet-Handelsplattformen Auskünfte über einzelne Online-Anbieter einholen. Die Handelsplattformen müssen hierzu mit der Steuerfahndung zusammenarbeiten. Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) zum Internethandel vom 16. Mai 2013 (II R 15/12) betrifft nicht nur professionelle Händler, sondern auch Privatpersonen, die gelegentlich auf Online-Plattformen persönliche Gegenstände zum Kauf anbieten. Denn Internethandels-Plattformen wie ebay oder Amazon müssen dem Urteil zufolge mit der Steuerfahndung kooperieren und dabei Auskünfte über die Warenanbieter liefern. Im dem Streitfall ging es darum, dass ein Finanzamt erfahren wollte, welche Nutzer Verkaufserlöse von mehr als 17.500 Euro pro Jahr – hier beginnt die Umsatzsteuerpflicht – über eine Internethandelsplattform erzielt hatten. Name und Anschrift der Händler sollten ebenso angegeben werden wie deren Bankverbindung. Außerdem wurde eine Aufstellung der einzelnen Verkäufe verlangt. Wer nur sporadisch im Internet Privatsachen verkauft, muss sich über eine etwaige Umsatzsteuer- oder Einkommensteuerpflicht in der Regel keine Gedanken machen ...

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