NSU-Prozess: E-Mails sind im Spam-Ordner gelandet

Ja, natürlich: Langsam ist das Thema der Platzvergabe für Journalisten im NSU-Prozess ein „alter Hut“. Was nun aber das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf interne Akten des Oberlandesgerichts München berichtet, ist haarstäubend. Am 29. April 2013 erfolgte in München die Auslosung der Plätze durch einen Notar und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, nachdem die türkische Zeitung „Sabah“ eine Neuvergabe der Presseplätze erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht durchgesetzt hatte. Insgesamt befanden sich die Anmeldungen von 324 nationalen und internationalen Medien in den drei Lostöpfen. Aber waren tatsächlich alle gültigen Akkreditierungen berücksichtigt worden? Wahrscheinlich nicht, denn die E-Mails von mehreren Journalisten sollen im Spam-Ordner gelandet sein. Der Fehler sei dann zufällig von einer Mitarbeiterin des Oberlandesgerichts München am ersten Verhandlungstag des NSU-Prozesses entdeckt worden. Für die betroffenen Journalisten ist dieser Vorfall fatal, denn deren Anmeldungen befanden sich bei der Verlosung der Presseplätze nicht in den Loskörben. Demnach hatten sie keine Chance, einen der 50 festen Sitze zu bekommen ...Zum vollständigen Artikel


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