Abenteuer Werbewildnis: Werben mit selbst durchgeführten Produkttests

„Geprüft mit Brief und Siegel.“ – Solche von unabhängigen Stellen durchgeführte Produkttests haben häufig einen hohen Werbewert: Sie schaffen Vertrauen und geben Orientierung auf einem nahezu unüberblickbar gewordenen Markt. Doch nicht immer ist es möglich, in der Werbung auf solche neutralen Studien zurückzugreifen. Denn es gibt schließlich nicht zu jedem Produkt und jeder Dienstleistung die passende Teststudie. Ist es dann nicht einfach konsequent, selbst Produkttests durchzuführen?

Zunächst gilt auch hier: Die Kommunikation unter Berufung auf selbst generierte Testergebnisse ist regelmäßig Werbung (vergleiche zum Begriff der Werbung Teil I der Serie). Damit sind auch die Regelungen des UWG einschlägig.

Es gilt das allgemeine Irreführungsverbot

Irreführende Werbung ist unzulässig, § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UWG. Daher gilt zunächst, dass die Werbung mit eigenen Testergebnissen wahr sein muss. So darf die Werbung zum Beispiel nicht suggerieren, es handele sich bei dem durchgeführten Test um einen Test einer neutralen Institution. Vielmehr muss den Werbeadressaten unmissverständlich klar sein, dass es sich um einen durch das Unternehmen durchgeführten Test handelt und möglicherweise bestimmten Unternehmenszielen Vorrang vor Objektivität zukommen kann.

Wer, wie, was?

Aus dem Irreführungsverbot ergibt sich auch, dass klar sein muss, wie und unter welchen Bedingungen das Unternehmen den Produkttest durchgeführt hat ...

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