Befristungsrecht: kleiner Rechenfehler - fatale Folge

Das Befristungsrecht ist bekanntermaßen für Arbeitgeber ein sehr gefahrträchtiges Rechtsgebiet. Bei der Eingehung und Verlängerung von befristeten Arbeitsverhältnissen muss sehr sorgfältig vorgegangen werden. Das veranschaulicht eine gerade bekannt gewordene Entscheidung des LAG Mecklenburg-Vorpommern (Urteil vom 17.4.2013 – 2 Sa 237/12 -). Ihr lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Beklagte stellte die klagende Arbeitnehmerin befristet für die Dauer eines Jahres vom 30.07.2010 bis zum 29.07.2011 an. Später verlängerten die Parteien das Arbeitsverhältnis durch Änderungsvertrag um den Zeitraum vom 01.07.2011 bis zum 30.07.2012. Als Befristungsgrund ist im Vertrag angegeben: "§ 14 Abs. 2 TzBfG der jeweiligen Fassung“, also ein sachgrundlose Befristung. Im Mai 2012 machte die Klägerin den unbefristeten Fortbestand ihres Arbeitsverhältnisses geltend wegen Überschreitung der Zwei-Jahres-Frist für sachgrundlose Befristungen. Daraufhin focht die beklagte Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis an ...

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