Bei mir sind es die Umstände, bei den anderen böser Wille

Für Mediatoren ist es wichtig, die vielen Denkfehler zu kennen, die zu einer verzerrten Wahrnehmung führen, Einer der vielen Irrtümer ist der “Selr-Serving Bias” oder “selbstwertdienliche Verzerrung”.

Typisches Beispiel ist, dass von CEO’s gute Bilanzen immer auf die eigene Leitung zurückgeführt werden und schlechte Bilanzen auf das wirtschaftliche Umfeld, die starke Konkurrenz oder die Mitarbeiter und vieles mehr. Schlechte Ergebnisse schreibt sich keiner auf die Fahne. Lesen sie einmal Geschäftsberichte, sie werden das bestätigt sehen.

Das geht uns doch bereits in der Schule so. Eine Eins ist allein unser Verdienst, wir haben gelernt und alles gekonnt. Schlechte Noten lagen daran, dass die Aufgaben besonders unfair oder schwer waren oder sonstige externe Umstände. Selbst Professoren sind von dieser verzerrten selbstwahrnehmung nicht gefeit. Gute Leistungen ihrer Studenten beziehen sie auf sich selbst, die schlechten auf externe Umstände, wie etwa Faulheit der Studenten.

Dieser Effekt wurde in vielen wissenschaftlichen Experimenten nachgewiesen. So sollten zum Beispiel die Teilnehmer an einem Experiment eine Aufgabe zur Messung der Kreativität bearbeiten, entweder zusammen mit einem Freund oder mit einem Fremden. Nach Beendigung der Aufgabe erhielt jeder Teilnehmer Rückmeldung über den Erfolg, den seine oder ihre Gruppe in Bezug auf eine große Normstichprobe erzielt hatte ...

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