Die Rache der Wanderhure: Ungefragt im Werbeprospekt

Alexandra Neldel, Hauptdarstellerin in dem Film „Die Rache der Wanderhure“ zeigte sich nicht nur in ihrer Rolle als Emanze im Mittelalter kämpferisch und unerschrocken gegenüber großen Gegnern, sondern kämpfte jetzt auch ihren Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch gegen die Beklagte durch, welche zur Metro Group gehört…

…und gewann! (LG Köln, Teilurteil vom 20.02.2013, Az. 28 O 431/12)

Was war geschehen?

Anfang März 2012 veröffentlichte die Beklagte einen Werbekatalog, in dem sie u. a. auch TV-Geräte bewarb. Auf drei Fernsehbildschirmen war ein Bildnis der Klägerin aus dem Film „Die Rache der Wanderhure“ abgebildet. Ferner befand sich der Titel des Films am rechten oberen Bildschirmrand. Am unteren Bildschirmrand befand sich mittig der Text „Als DVD und Blu-ray erhältlich“.

Das Bildnis wurde der Beklagten von ihrem Lieferanten der DVDs, der Tonträger Vertriebs-GmbH, zum Zwecke der Bewerbung der DVDs und Blu-rays zur Verfügung gestellt. Die T Tonträger Vertriebs-GmbH erhielt dieses Bildnis von dem Händlerportal der G-GmbH. Auf diesem Händlerportal werden Händlern Szenenbilder von Filmen zur Verfügung stellt, damit diese bestimmungsgemäß zu Werbezwecken eingesetzt werden können.

Die Klägerin vertrat die Ansicht, sie sei auf dem Szenenbild als Person erkennbar und trete nicht hinter ihre Filmrolle zurück. Sie werde in ihrer natürlichen Erscheinung ohne maskenbildnerische Veränderung gezeigt. Hierzu habe sie der Beklagten keine Einwilligung erteilt.

Sie vertrat die Meinung, Fotoaufnahmen aus dem Film „Die Rache der Wanderhure“ dürften allein zum Zwecke der Promotion des Filmes verwandt, nicht jedoch durch Dritte zur Bewerbung ihrer eigenen Produkte genutzt werden. Es sei fernliegend, wenn die Beklagte behaupte, die Werbemaßnahmen hätten lediglich der Bewerbung des Films und nicht der TV-Geräte gegolten ...

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