Parkinson als Berufskrankheit für Landwirte

Parkinson kann bei Landwirten eine Berufskrankheit sein. Mit einem am Dienstag, 09.07.2013, veröffentlichten Urteil verpflichtete das Sozialgericht Duisburg die Landwirtschaftliche Unfallkasse, entsprechend eine Unfallrente nachzuzahlen (AZ: S 6 U 140/11 WA). Nach neueren Studien sei nachgewiesen, dass Pflanzenschutzmittel Parkinson auslösen können.

Geklagt hatten die Erben eines inzwischen verstorbenen Landwirts. Dieser hatte über Jahre mit Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmitteln gearbeitet, unter anderem mit dem inzwischen in Deutschland nicht mehr verwendeten Lindan. Mehrere dieser Mittel enthielten sogenannte Ultragifte, etwa Dioxin. Nach einer früheren Arbeitsplatzanalyse aus 2005 kam es sogar vor, dass der Landwirt verstopfte Düsen des Sprühgeräts mit dem Mund ausgeblasen hatte. Schutzkleidung und Atemschutz wurden nicht verwendet.

Der inzwischen verstorbene Landwirt erkrankte an Parkinson und musste 1994 in den Vorruhestand gehen. Bei der Parkinson-Krankheit können die Nervenzellen den Botenstoff Dopamin nicht mehr ausreichend produzieren, der bestimmte Bereiche des Hirns (Großhirnrinde) simuliert ...

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