Mehr Raum, weniger Freiraum für Radfahrer?

Seit der Entscheidung um die Berücksichtigung eines Mitverschuldens beim Haftungsumfang der zu ersetzenden Schäden von Radfahrern, die keinen Helm tragen, wird der Fall, die Frage des Mitverschuldens als Aspekt der Reduzierung des Haftungsumfangs für die Unfallfolgen beim Radfahrer ohne Helm, wie auch die Frage einer Gesetzesänderung diskutiert. Da fallen unter anderem Argumente, eine Helmpflicht würde geradezu kontraproduktiv das Risiko von Radfahrern erhöhen, weil diese dann in vermeintlich besser gesicherter Ausrüstung selbst riskanter und schneller auf’s Rad und in den Verkehr einsteigen würden.

Oder ernsthaft ins Feld geführt, die Einführung einer Helmpflicht würde Radfahrern mehr Angst vor dem Strassenverkehr überhaupt machen und sie dann vom Radfahren gänzlich abhalten und damit ihnen die erforderliche Routine im Strassenverkehr nehmen.

Mal ernsthaft: Wenn jemand anfangen würde, über unterschiedlich hohe Risiken mit oder ohne Helm einfach nur nachzudenken, sich dann zu überlegen, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre und bis zu einer solchen Entscheidung vielleicht mal temporär nicht auf das Rad steigen – träte da mit etwas gesundem Menschenverstand betrachtet ad hoc und binnen allerkürzester Zeit gleich ein Verlust der Routine im Strassenverkehr ein? Das mutet eher absurd als Argument an.

Ob man nun eine Helmpflicht gesetzlich einführt oder den “Hebel” an der Vernunft des Menschen an der Begrenzung eigener Gesundheitsschäden im Falle eines Unfalles ansetzt und im zweiten Fall deren Ausmass dann auch als mitverschuldeten Eigenanteil und nicht in vollem Umfang durch den anderen Unfallbeteiligten oder -verursacher ansieht, es lohnt Entwicklung und Widerstand gegen beides mit derjenigen zur Gurtpflicht, ihrer gesetzlichen Einführung und der Haftungsfolge zu vergleichen.Und schnell werden Parallelen der auch seinerzeit ins Feld geführten, teils absurdesten “Argumente” dagegen evident ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK