Haftungsfall Bauüberwachung

Dass Ingenieur und Unternehmer für Baumängel gesamtschuldnerisch haften wenn der Mangel auch auf Planung bzw. Bauüberwachungsverschulden zurückzuführen ist, ist zwischenzeitlich bekannt.

Die Palette der obergerichtlichen Entscheidungen zu der Haftung des Bauüberwachers ist breit gefächert, nachfolgend die neuesten Entscheidungen:

Mit Urteil vom 13.03.2013 - 16 U 123/12 - hat das OLG Köln entschieden, dass an die Erfüllung der Pflichten im Rahmen der Bauüberwachung erhebliche Anforderungen zu stellen sind. Der Bauüberwachende müsse auf die Übereinstimmung der Ausführung mit den jeweiligen Ausführungsplänen, Leistungsbeschreibungen und den anerkannten Regeln der Technik achten. Zwar sei die ständige Anwesenheit auf der Baustelle nicht unbedingt nötig, die Aufsicht sei aber stets erforderlich, wenn es sich um wichtige Bauvorgänge handelt, die für die Erfüllung der Bauaufgabe von wesentlicher Bedeutung sind sowie bei kritischen Maßnahmen, die ein höheres Mangelrisiko aufweisen. Im konkreten Fall handelte es sich um die Ausführung von Dampfsperrbahnen. Betreffend solcher Gewerke müsse im Einzelnen dargelegt und dokumentiert werden, welche Überwachungstätigkeiten durchgeführt wurden.

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 06.03.2013 - 12 U 122/12 - Isolierungsarbeiten an Gebäuden den gewichtigen Ausführungsarbeiten zugeordnet, weil eine ordnungsgemäß funktionierende Wärmedämmung in zunehmendem Maße für die Werthaltigkeit der Immobilie von ausschlaggebender Bedeutung sei. Eine stichprobenartige Kontrolle der Ausführung sei hier nicht ausreichend.

Auch das OLG Celle hat mit Urteil vom 04.10 ...

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