Digitale Revolution und Spezialisierung: Die TMT-Branche in Italien

Über die italienische Wirtschaft liest man momentan wenig Gutes – anhaltende Rezession, hohe Jugendarbeitslosigkeit, fehlende Investitionen. Wir haben die zwei Partner des Fachbereichs TMT (Technology, Media & Telecoms) der italienischen CMS-Sozietät, Paolo Scarduelli und Italo de Feo, zu ihrer Sicht auf die aktuelle Situation befragt. Sie zeichnen ein differenziertes Bild und erwarten durchaus positive Entwicklungen.

Was bewegt den italienischen Markt für Technologie, Medien und Telekommunikation aktuell?

Um die momentan schwierige finanzielle Situation zu überwinden, möchte die Politik ein investitions- und wettbewerbsfreundlicheres Klima in diesem Bereich schaffen. Die neue italienische Regierung hat verstanden, dass Italien mehr öffentliche Gelder in den Technologiesektor investieren muss.

Dadurch gibt es aktuell viele interessante Entwicklungen für die Branche: Etwa die Versteigerung der neuen digitalen Fernsehfrequenzen durch das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und die Erarbeitung der sogenannten „Agenda Digitale“, einem Aktionsplan der italienischen Regierung mit spezifischen Zielen für die Überwindung der digitalen Spaltung in Italien. Damit soll das Land mit den EU-Standards gleichziehen. Dies erfordert innovative Technologien und Angebote in den Bereichen Infrastruktur, Sicherheit, E-Government, Forschung und Entwicklung, Smart Cities, Ausbildung für die digitale Welt und E-Commerce.

Die Regeln für die Frequenz-Auktion berücksichtigen die Forderung der Europäischen Kommission, stärkeren Wettbewerb und Pluralismus in den Rundfunkmarkt zu bringen. So sind die großen Marktteilnehmer Mediaset, RAI und Telecom Italia von der Versteigerung ausgeschlossen. Das begünstigt kleinere Akteure und neue Marktteilnehmer – etwa auch ausländische Sender, die sich für den italienischen Markt interessieren ...

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