Juristen können alles: auch plakative Begriffe so definieren, dass sie justitiabel werden (das Montagsauto in der Entscheidung des BGH vom 23.01.2013 (VIII ZR 140/12, NJW 2013, 1523)

Begriffe wie „due diligence“ oder „Tatbestandsirrtum“ sind so plakativ, dass jeder ein wenig vorgebildete Mensch mit diesen Begriffen etwas anfangen kann. Auch der Begriff des sogenannten „Montagsautos“ ist vielen Menschen sicherlich geläufig. Die Bezeichnung ist wohl darauf zurückzuführen, dass nach einem erholsamen oder anstrengenden Wochenende (dieses Szenario können sich offensichtlich viele Menschen sehr gut vorstellen) die Mitarbeiter eines Automobilherstellers bei der Montage eines Autos noch nicht so ganz die Sorgfalt walten lassen, die das Auto eigentlich verdient hätte. In der Konsequenz wird so ein Auto, vereinfacht gesagt, nachlässig produziert. Der so erläuterte Begriff zeigt bereits, dass wir es bei einem Montagsauto nicht mit einem Auto zu tun haben, dass einen schwerwiegenden Mangel, sondern eine Vielzahl kleinerer Mängel aufweist ...

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