Markenrechtlich geschützte Vernehmungstechnik à la FBI und CIA, die “Reid-Methode”

Vorab an unsere amerikanischen Freunde: In diesem Beitrag kommen Begriffe wie ”USA, Waterboarding, Reid-Methode, FBI, CIA” vor. Daher möchte ich zunächst die NSA ganz herzlich grüßen. Wir haben tolles Wetter im Ruhrgebiet. Ebenfalls schöne Grüße nach Großbritannien: In den Sommerferien will ich mit der Familie persönlich das heilige britische Territorium betreten. Vielleicht sehen wir uns dann persönlich.

Jetzt zum Thema: In den letzten Tagen wurde viel darüber geschrieben, dass ein BKA-Vernehmungsexperte auf die Hauptangeklagte des NSU-Prozesses angesetzt wurde, um auf dem langen Transportweg von Köln nach Gera mit ihr ins Gespräch zu kommen: “Wortgewand mit offenbar unerschütterlicher guter Laune, viel Faktenwissen über den ‘Nationalsozialistischen Untergrund’, aber auch gute Kenntnisse über die Besonderheiten deutscher Wetterphänomene oder die Reize der Insel Fehmarn in früheren Zeiten” – eben eine “Geheimwaffe mit Charme” dieser Erste Kriminalhauptkommisar (EKHK). Das geschah, obwohl die Verteidiger ausdrücklich darauf bestanden, dass keine Gespräche mit ihr stattfinden. “23 Stunden auf der Hütte und 1 Stunde Hofgang am Tag, kaum Kontakt zu Gesprächspartnern. Das führt zu einem enormen Druck beim Häftling, einfach mal ein paar Worte zu schwätzen.”, so der Kreuzberger-Verteidiger Hoenig in seinem diesbezüglichen Blogbeitrag “Gefährlicher Small-Talk“.

Der Beginn solcher Gespräche sieht nach gewöhnlichem Muster so aus:

“Angefangen habe er das Gespräch – schulbuchmäßig – mit Bemerkungen über das Wetter und über die Frisur von Beate Zschäpe: Woher sie die blonden Strähnen habe (von der JVA-Friseurin gegen 10 Euro extra), und ob sie seine Meinung teile, dass es faszinierend sei, wie sich das Wetter auf Fehmarn und an der Küste unterscheiden könne. Er wisse dies, weil er die Insel durch Urlaube mit seinen Kindern gut kenne. ‘Wer sagt denn, dass ich je auf Fehmarn gewesen bin?’, habe Zschäpe geantwortet ...

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    impulse.de - 20 Leser - John E. Reid war Cop. Im Chicago der 40er Jahre zitterte die Halbwelt vor ihm. Wen er einmal in die Mangel nahm, der plauderte. Heute gehört die Reid-Technik zu den Standards beim FBI. In Deutschland hilft die Methode, Sicherheitslücken in Firmen aufzudecken.

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