Prozessfinanzierung – finanzielle Hilfe für geschädigte Kapitalanleger

Kapitalanlagerecht

Statistisch gesehen klagen die wenigsten geschädigten Kapitalanleger ihre Ansprüche tatsächlich ein. Vorgerichtliche Einigungsversuche oder Anspruchsschreiben werden jedoch erfahrungsgemäß prinzipiell abgelehnt.

Das mag daran liegen, dass den geschädigten Anlegern schlicht keine finanziellen Mittel für die Führung eines – oder gar mehrerer – Rechtsstreitigkeiten verblieben sind. Daneben möchten sie sich nicht noch weiteren finanziellen Risiken aussetzen. Denn eine Garantie dafür, dass selbst die aussichtsreichste Klage zum Erfolg und damit zur Rückabwicklung der Kapitalanlage führen wird, kann es aufgrund der Unwägbarkeiten eines jeden Prozesses nicht geben. Insbesondere Prozesse auf dem Gebiet des Kapitalanlagerechts entscheiden sich oftmals anhand der vor Gericht erklärten Zeugenaussagen. Und diese können niemals sicher vorhergesehen werden. Und dieses Prozessrisiko könnte im Falle eines verlorenen Prozesses dazu führen, dass der geschädigte Kapitalanleger nun zusätzlich zu seinen finanziellen Verlusten aus einer maroden Kapitalanlage zusätzliche die Kosten aus dem Verfahren – die Kosten des Gericht, aller Zeugen und Sachverständigen, des Anwalts der Gegenseite und des eigenen Anwalts – zu tragen hat. Diese Kosten können aufgrund der erheblichen Gegenstandswerte im Kapitalanlagerecht enorm sein.

Das Modell der Prozessfinanzier

Geschädigte Kapitalanleger können dieses Prozessrisiko durch das Instrument der Prozessfinanzierung minimieren. Dies lassen sich die Prozessfinanzierer jedoch natürlich bezahlen: die Gesellschaften bieten die Übernahme der Prozessfinanzierung der Kosten und des Risikos gegen eine Erfolgsbeteiligung an dem erstrittenen Betrag. Die prozentuale Höhe ist abhängig von den Erfolgsaussichten der Angelegenheit, den internen Vorgaben der jeweiligen Prozessfinanzierer und nicht zuletzt dem Verhandlungsgeschick Ihres Anwalts ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK