Eigentumswohnung als Kapitalanlage: Bausparkasse muss getäuschten Anlegern den Schaden ersetzen

Das Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilt eine Bausparkasse zum vollständigen Schadenersatz, weil sie nicht über offensichtliche Fehlinformationen eines Vermittlers aufgeklärt hat. Sie verschloss vor der Täuschung des Anlegers die Augen. Die Vermittlergruppe H & B vertrieb seit 1990 in großem Umfang Anlageobjekte, die von einer Bausparkasse in Baden-Württemberg finanziert wurden. Zwei Anleger erwarben im Jahre 1993 eine bereits vermietete Eigentumswohnung von einer Unterorganisation der H & B. Gleichzeitig traten die Käufer auch einem Mietpool (Mieteinnahmegemeinschaft) bei. Dieser Pool verwaltete die Mieteinnahmen und nahm Auszahlungen an die im Mietpool organisierten Vermieter vor. Der Vermittler vermittelte außerdem einen Kredit zur Finanzierung des Kaufpreises über die Bausparkasse. Die Anleger, die sich neben einer Steuerersparnis eine gute Rendite erhofft hatten, mussten bald feststellen, dass der Vermittler sie mit geschönten Zahlen geködert hatte. Die Mieteinnahmen, die der Vermittler als realistisch dargestellt hatte, waren bei weitem nicht zu erzielen. Der Vermittler hatte bewusst �vergessen�, dass bei der Kalkulation der erzielbaren Mieteinnahmen z. B. die Instandhaltungsrücklage und Verwaltergebühren für den Mietpool abzuziehen waren. Auch weitere Kosten, die in einer seriösen Mietpoolkalkulation zu berücksichtigen sind, hatte der Vermittler unter den Tisch fallen lassen. Die zwei Anleger zogen vor Gericht ...Zum vollständigen Artikel

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