Der vom Verkäufer beauftragte Tierarzt

Aufgrund einer vom Verkäufer beauftragten fehlerhaften Ankaufuntersuchung eines Pferdes steht dem Käufer kein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Tierarzt zu, da er nicht Vertragspartner des Arztes ist. Außerdem fehlt es an einem Schadensersatzanspruch, wenn der Käufer durch eine vertraglichen Absprache aus dem Schutzbereich des Vertrages zwischen dem Verkäufer und dem Tierarzt ausgeklammert worden ist.

So die Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm in dem hier vorliegenden Fall einer Käuferin eines Wallachs, die vom Tierarzt, der eine fehlerhafte Ankaufuntersuchung beim Pferd durchgeführt hat, Schadensersatz verlangte. Im Oktober 2009 erwarb die Klägerin aus Bottrop von einem Pferdehändler aus Essen einen 6-jährigen Wallach zum Kaufpreis von 6.300 €. Am Tage des Verkaufs führte der beklagte Tierarzt aus Bochum eine Ankaufsuntersuchung durch und bescheinigte dem Pferd keine erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Den Auftrag für diese Untersuchung hatte der Beklagte vom Verkäufer erhalten und mit diesem vereinbart, dass er nur gegenüber in seinem Auftrag namentlich erwähnten Dritten haften könne. Die Klägerin wurde in dem Auftrag nicht erwähnt ...

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