Der 2. Börsengang der Telekom

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat in einem weiteren Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen die Deutsche Telekom einen Musterentscheid erlassen und damit über die mit dem Vorlagebeschluss des Landgerichts Frankfurt am Main vom 22.11.2006 zur Entscheidung bestimmten Tatsachen- und Rechtsfragen entschieden. Der Vorlagebeschluss war während des seit 2013 beim OLG Frankfurt verhandelten Verfahrens durch eine Reihe von Ergänzungsbeschlüssen nach § 13 KapMuG erweitert worden. Vorangegangen war die Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main im ersten Verfahren nach dem KapMuG, das den 3. Börsengang der Deutschen Telekom zum Gegenstand hatte.

Einen Fehler im Prospekt der Telekom anlässlich des 2. Börsengangs (DT 2) hat das Oberlandesgericht Frankfurt dabei nicht festgestellt. Die Hauptaspekte, mit denen die Kläger Unrichtigkeiten des Prospekts rügten, waren – ähnlich wie in dem bereits entschiedenen Verfahren zum 3. Börsengang der Telekom :

die Darstellung zu den Immobilien der Telekom und deren Bewertung sowie die Übernahme der Prospekthaftung durch die Telekom und schließlich das Bestehen einer sog. Eventualverbindlichkeit (Ansprüche von Anlegern aus dem vorherigen Börsengang 1996).

Die Darstellung im Prospekt zu diesen Punkten hat das Oberlandesgericht Frankfurt in seinem Musterentscheid im Ergebnis nicht beanstandet:

In der Bewertung der Immobilien der Telekom sowie der entsprechenden Darstellung im Prospekt sah das OLG Frankfurt unverändert keine Unrichtigkeiten. So entsprach die Bewertungsmethode, das sog. Cluster-Verfahren, bei dem nicht jede einzelne von mehreren tausend Immobilien bewertet wurde, sondern diese zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden, der damaligen Gesetzeslage ...

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