Bußgeld für offenen E-Mail-Verteiler mit vielen Empfängern

Das Bayrische Landesamt für Datenschutz hat gegen eine Mitarbeiterin eines Unternehmens ein Bußgeld verhängt, weil diese mit einem offenen E-Mail-Verteiler E-Mail-Adressen einem großen Empfängerkreis übermittelt hat.

Sachlage

Wie schnell kann es passieren – ich möchte etwas Wichtiges (oder auch weniger Wichtiges) ganz vielen von meinen Freunden gleichzeitig mitteilen. Statt die E-Mail-Adressen zu verbergen, schicke ich die E-Mail mit einem offenen E-Mail-Verteiler los. Das heißt, ich trage alle E-Mail-Adressen in das Feld „AN“ ein, sodass jeder Empfänger sehen kann, wer außer ihm die E-Mail bekommen hat. Entweder passiert das aus Versehen oder dann mit Absicht. Denn es ist doch so schön, wenn alle sehen können, wen ich alles noch so kenne oder eingeladen habe.

Das Gleiche kann einem auch im geschäftlichen Verkehr passieren. So hatte eine Mitarbeiterin eines Unternehmens in Bayern an Kunden eine E-Mail verschickt, in dem sie den Kunden kurz mitteilte, dass sie alsbald um die Anliegen der Kunden kümmern werde. Das Problem dabei war, dass die E-Mail ausgedruckt 10 Seiten lang war, wobei davon alleine neuneinhalb Seiten mit E-Mail-Adressen der Empfänger.

Was ist denn das Problem?

E-Mail-Adressen sind als personenbezogenen Daten im Sinne des § 3 Abs. 1 BDSG anzusehen. Um eine E-Mail-Adresse als personenbezogenes Datum einzuordnen, ist nicht mal erforderlich, dass die E-Mail-Adresse aus Vor- und Nachnamen besteht. Es reicht aus, wenn die E-Mail-Adresse einer bestimmten natürlichen Person zugeordnet werden kann oder diese Zuordnung zumindest mittelbar erfolgen kann ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK