Wenn die Beklagte dem Kläger Schützenhilfe gibt

Die Parteien waren sich einig: Die Beklagte hatte als Fußgängerin versehentlich das Kraftfahrzeug des Klägers beschädigt. Sie räumte die Schadensverursachung ein und verständigte ihren Haftpflichtversicherer. Dessen Reaktion sorgte dann allerdings für eine Überraschung: Es müsse sich im Wesentlichen um einen Vorschaden handeln. Man gehe nicht davon aus, daß die Beklagte den Schaden tatsächlich verursacht habe und werde daher keine Zahlung leisten.

Nun verhält es sich versicherungsrechtlich so, daß mein Mandant den Privathaftpflichtversicherer nicht direkt verklagen konnte. Er mußte die Klage also gegen die Schadensverursacherin richten, wobei der Haftpflichtversicherer dann allerdings für die Versicherungsnehmerin den Prozeß führt, den Anwalt aussucht und das Prozeßrisiko trägt.

So geschah es dann auch. In der Klageerwiderung ließ der Versicherer für die Beklagte tollkühn mutig bestreiten, daß der Schaden auf die Beklagte zurückzuführen war. Zeugen gab es für den Vorfall nicht, so daß sich mein Mandant zum Nachweis des Schadenshergangs und vermutlich zur Verärgerung des gegnerischen Versicherers auf die Anhörung der Beklagten berief ...

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