Facebook – Keine Werbung auf Gewalt- und Pornoseiten

Vor einigen Tagen wurde in der Presse (z.B. hier, hier, hier) berichtet, dass Facebook keine Werbung mehr auf “Gewalt- und Pornoseiten” einstelle. Ziel der Aktion sei es unter anderem, Menschen und Marken vor bestimmten Inhalten zu schützen. Das ist gar nicht so einfach zu verstehen.

Welcher Mensch und welche Marke wird vor wem geschützt?

Es sollen wohl kaum die Menschen geschützt werden, die sich auf den Gewalt- und Pornoseiten tummeln und dort auf Facebook-Werbung treffen. Obwohl Facebook-Werbung auf diesen Seiten für die Nutzer sicherlich störend ist. Eine Schutzbedürftigkeit ist jedoch nicht ersichtlich. Marken fehlen gewisse Grundvoraussetzungen zur Internetnutzung (frei nach dem Motto: keine Brille ohne Ohren) und sind deshalb -zumindest nach dem Kenntnisstand der Autorin- keine Nutzer von Gewalt- und Pornoseiten.

Wir müssen also die Perspektive wechseln.

Facebook selbst nutzt Menschen und Marken, um damit Werbung zu machen. Die Konstellationen sind vielfältig denkbar und für uns Außenstehende nicht überschaubar. Weder der private Facebook-Nutzer noch der unternehmerische Nutzer weiß genau, wo seine auf Facebook hinterlegten Inhalte im Netz auftauchen könnten. Wer als Unternehmer Werbung für sich, seine Produkte oder Marken machen möchte hat auch keine genaue Kenntnis, in welcher Form und in welchem Umfeld die Werbung durch Facebook platziert wird.

Das Ziel “Menschen und Marken” vor Inhalten schützen zu wollen lässt in diesem Zusammenhang auf ein ganz anderes Problem schließen, dessen sich viele Unternehmer nicht bewusst sind.

Meine Marke auf einer Pornoseite. Ist das schlimm?

Zum einen ist es möglich, dass die Werbung mit der eigenen guten Marke in einem Umfeld erscheint, das der Marke nicht gerecht wird ...

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