Offener E-Mail-Verteiler – Bußgeld droht!!!

Ganz so einfach ist es aber nicht. Einer Arbeitnehmerin wurde der Versand einer Rundmail zum Verhängnis. Die von ihr verschickte Rundmail hatte einen Umfang von zehn Seiten. Hiervon entfielen 9 ½ Seiten auf die E-Mail-Adressen der Empfänger und ½ auf den Text der Nachricht. Angesichts der erheblichen Anzahl der E-Mail-Adressen hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht auf den Datenschutzverstoß mit einem Bußgeld reagiert. Unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten stellt die Angabe aller E-Mail-Empfänger eine Übermittlung personenbezogener Daten dar, die nur zulässig ist, wenn der Betroffene eingewilligt hat oder die Übermittlung von einer gesetzlichen Grundlage abgedeckt ist. Diese Anforderungen sind in der vorliegenden Konstellation nicht erfüllt. Worin liegt das Problem? Werden die Adressen sämtlicher E-Mail-Empfänger im „An-Feld“ eingegeben, ist für jeden anderen Empfänger ohne weiteres erkennbar, wer die E-Mail ebenfalls erhalten hat. Dies ist insbesondere der Fall, wenn über den Lokal- bzw. Domänenteil eine genaue Zuordnung möglich ist. Die E-Mail-Adresse sertel@datenschutz-nord.de lässt erkennen, dass der Inhaber entweder Sertel oder S. Ertel (Lokalteil) heißt und der Domäne datenschutz-nord.de (Domänenteil) zuzuordnen ist. Über eine Recherche auf der Domäne wird man den Inhaber auch schnell auffinden ...Zum vollständigen Artikel


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