Merkel und die NSA: Yes, we scan!

Wir müssen wohl alle Terroristen sein, wenn sich die NSA daran gibt, monatlich eine halbe Milliarde an Kommunikationsverbindungen, unter anderem in Deutschland zu überwachen. Wenn dann Deutschland, dazu noch als Angriffsziel der USA bezeichnet wird, können wir uns vorstellen, was uns bevorsteht. „Yes, we scan“ lautet das Motto des amerikanischen Präsidenten. Gründe, ihn bei seinem Besuch in Berlin zu bejubeln, sehe ich nun wirklich nicht. Ein Rücktritt wäre hier wohl angebrachter! Nixon ist für viel weniger zurück getreten!

Die Empörung in Deutschland ist groß! Auch bei unseren Politikern. Während die Bild-Zeitung sich dafür hergibt, Merkel als Opfer der Ausspäh-Affaire zu feiern, erfahren wir von anderen Blättern die ganze Wahrheit. Nach einem gestern in der Welt online veröffentlichten Artikel behauptet der ehemalige NSA-Mitarbeiter Wayne Madsen, der von 1985 an für die NSA 12 Jahre in verschiedenen hohe Positionen arbeitete, dass sich verschiedene europäische Länder, darunter auch Deutschland, verpflichtet haben sollen, der NSA regelmäßig Daten der Internet- und Mobilfunkkommunikation weiter gegeben zu haben. Auch Deutschland hätte Zugang zu einem transatlantischen Glasfaserkabel, das erlaube, große Datenmengen, darunter Informationen über Telefonate, E-Mails und die Nutzung von Webseiten, abzuzapfen. Die Empörung der Kanzlerin sei daher nur geheuchelt ...

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