Business in Russia hautnah – Folge 5: Eine Fahrt nach Kaluga

Wenn man Kaluga hört, beginnt das Gedächtnis automatisch in den entlegensten Winkeln des Gehirns nach Assoziationen und Inhalten zu suchen. Irgendwie bildet man sich ein, diesen Namen schon mal gehört zu haben. Wenn man weder Russlandexperte ist noch in der Automobilindustrie arbeitet, könnte die Suche nach der Erinnerung etwas länger dauern, vielleicht sogar erfolglos bleiben. Aber der Gedanke lässt einen nicht mehr los. Irgendetwas war da…

Genau, irgendetwas war da; genauer gesagt, irgendetwas ist in Kaluga. Um dieses ominöse Irgendetwas herauszufinden, machte ich mich jüngst auf den Weg von Moskau nach Kaluga. Zugegeben, kein sehr weiter, für russische Verhältnisse schon gleich gar nicht. Die rund 200 Kilometer sind mit dem Auto schnell überwunden, erst recht wenn man – wie ich – einen erfahrenen Begleiter und Kalugakenner an seiner Seite hat.

Die Straße ist gut, breit, ausgebaut (mit zunehmender Entfernung von Moskau wurde allerdings etwas nachlässiger gearbeitet), hat so gut wie keine Schlaglöcher, was nicht überall in Russland gilt. Rechts und links des Wegs bekommt man alles, was man als Reisender braucht. Benzin, Wischwasser für die immer verdreckten Autoscheiben (wenn es sein muss auch frostsicher bis minus 60 Grad Celsius) und einen vorzüglichen Borschtsch. Rechts und links des Wegs bekommt man aber auch, auf was man gern verzichten könnte: Knöllchen! Die russische Miliz lauert überall. Hinter jedem Busch, hinter jeder Kreuzung und in jedem Ort hat sich ein Ordnungshüter gleich einem Scharfschützen in Stellung gebracht, um Temposünder und Verkehrsrowdys eines Besseren zu belehren. Wir haben Glück und kommen heute ungeschoren davon.

Sobald man den Moskauer Bezirk verlassen hat und in das Gebiet um Kaluga eingetaucht ist, erwacht die Erinnerung zu neuem Leben. Russland boomt. Das sieht man hier ganz eindrucksvoll ...

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  • Der wundersame Aufstieg der Kaluga-Region

    welt.de - 13 Leser - Kaluga hat sich in fünf Jahren am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen und bewiesen, dass man in Russland auch mit Industrie erfolgreich sein kann. VW sucht dort händeringend Arbeiter.

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