Anspruch auf Sportprothese?

Das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil vom 21. März 2013 (Az.: B 3 KR 3/12 R) entschieden, dass einem behinderten Versicherten nicht jede Form der sportlichen Betätigung auf Kosten der Versichertengemeinschaft eines gesetzlichen Krankenversicherers ermöglicht werden muss.

Ein 1978 geborener Mann hatte im Jahr 2003 einen schweren Verkehrsunfall erlitten. Wegen Komplikationen im Heilungsverlauf musste ihm schließlich sein rechter Unterschenkel amputiert werden. Seine gesetzliche Krankenversicherung versorgte ihn zwar mit einer herkömmlichen Prothese aus Gießharz mit Carbonfederfuß sowie einer weiteren Prothese für Bewegungen im Nassbereich. Das reichte dem Kläger auf Dauer nicht aus, der trotz seiner Behinderung in seiner Freizeit vorwiegend sportlich aktiv war.

Er konnte mit den Prothesen zwar schwimmen, Radfahren, wandern und Tischtennis spielen; für seinen auch vor dem Unfall ausgeübten Lieblingssport Badminton waren die Prothesen aber nur bedingt geeignet.

Der Kläger bat im April 2009 seinen Krankenversicherer daher um Kostenübernahme für eine spezielle Sportprothese, die ihm wegen ihrer Bauart besonders schnelle und kraftvolle Sprünge, die beim Badminton erforderlich sind, ermöglicht ...

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