Hafenarbeiter protestieren gegen Sexualstraftäter als Kollegen

Spiegel Online berichtete am 28.6.2013 von einem Vorfall beim Hafenbetreiber Eurogate in Bremerhaven, der einige arbeitsrechtlich interessante Fragen aufwirft: Eurogate stößt wegen der Beschäftigung eines verurteilten Sexualstraftäters auf massiven Widerstand bei der Belegschaft. Als der Mann am Freitag seinen Dienst am Containerterminal in Bremerhaven antreten wollte, legten rund 300 Kollegen der Spätschicht aus Protest eine Stunde lang die Arbeit nieder. Der Betriebsrat äußerte Verständnis für diese Reaktionen. Der 37-jährige Hafenarbeiter war Ende 2012 vom LG Bremen wegen Missbrauchs seiner zehnjährigen Stieftochter und des Besitzes kinderpornografischen Materials zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Eurogate hatte ihm daraufhin gekündigt. Dagegen hatte der Mann erfolgreich geklagt. Als Freigänger wollte er seine Arbeit wieder aufnehmen. Wegen des Streiks am Freitag ist nach Angaben des Unternehmens ein Schaden in fünfstelliger Höhe entstanden. Mehrmals sei die Belegschaft aufgefordert worden, die Arbeit wieder aufzunehmen. Dies sei aber erst geschehen, als der Verurteilte gegangen sei. Eurogate habe zwar Rechtsmittel gegen das Urteil des Arbeitsgerichts eingelegt ...

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