Bis bald …

(c) Martin Beckmann

Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Herausforderer, liebe Angela, lieber Peer,

der Sommer hat uns nun (na ja, mehr oder weniger) fest im Griff (irgendwie). Aber unabhängig vom Wetter treibt mir etwas ganz anderes die Schweißperlen aufs Gesicht: der Wahlkampf. Schließlich wird in nicht einmal 100 Tagen ein neuer Bundestag gewählt. Zumindest hier ist die heiße Phase also eingeläutet: Zeit, mit überzeugenden Wahlversprechen und -programmen um die Stimmen der Bürger zu werben. Ich bin schon sehr gespannt, wann Ihr anfangt, Euch politisch zu streiten und unter anderem bei den Fernseh-Duellen miteinander zu debattieren. Mindestlohn, Steuergerechtigkeit – einige wichtige und spannende Themen scheint es ja zu geben, bei denen parteipolitisches Konfliktpotential besteht.

Ein anderes Projekt hingegen scheint in trockenen Tüchern: Die Energiewende hin zu regenerativen Energien ist gesellschaftlicher Konsens und beschlossene Sache. Daran wird auch keiner mehr rütteln. Eine hitzige Diskussion zwischen Euch haben wir in diesem Punkt also nicht zu erwarten. Aber Hand aufs Herz: Das ist alles doch noch eine ganz schön harte Nuss, die Ihr da knacken müsst.

In ihren öffentlichen Äußerungen reden die zuständigen Minister für Wirtschaft und Umwelt von dem Zieledreieck aus Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Bezahlbarkeit. Damit haben sie vollkommen Recht und fassen die wesentlichen Punkte unserer Energiewirtschaft treffend zusammen, steht genau das doch schon seit einiger Zeit in unserem Energiewirtschaftsgesetz (in § 1 EnWG). Allerdings benennen die beiden Minister damit eher die Probleme als dass sie Lösungen anbieten. Es fehlt nach wie vor an einem ganzheitlichen Konzept für die Wende. Das Ziel ist klar, allein der Weg liegt noch verschwommen im Dunst des sommerlichen Frühnebels (Herrje, Urlaubsreife befördert offenbar meine Neigung zu blumiger Wortwahl …) ...

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