Wehe den Strafverfolgten. Oder: Warnung vor den jungen Staatsanwältinnen/Staatsanwälten.

Meine Erfahrungen mit den Staatsanwälten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten waren, von Ausnahmen abgesehen, regelmäßig gut.

Bislang habe ich oft mit Skepsis Berichte oder Bücher (Kachelmann) gelesen, in denen den Vertretern der Staatsanwaltschaft vorgeworfen wurde, sie würden einseitig ermitteln, Beweismittel unterschlagen und fehlgeleitete Sachanträge stellen. Wie gesagt: Ausnahmen gab es immer, aber mit “meinen” Staatsanwälten geschah dies regelmäßig nicht.

Ist es ein Generationsproblem? Seit einigen Monaten bin ich vom Glauben abgefallen. Ich habe in einem größeren Verfahren vor dem Landgericht Kiel mit Staatsanwälten zu tun, die mich eher an die amerikanischen Kollegen erinnern, dort getrieben vom Geltungsdrang, von der Beförderungsidee, einem falsch verstandenen “Ermittlungserfolg”. Es sind junge, sicherlich zu recht ehrgeizige Strafverfolger, die sich tatsächlich als Strafverfolger verstehen… und zwar um jeden Preis.

Im jetzigen Verfahren spricht alles für die Einstellung, will man die Sache nicht noch Monate lang fortführen, ein Strafverfahren, was nicht nur nach meiner Meinung mit einem Freispruch für die Angeklagten enden wird ...

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