Um Ihr Anliegen und das der zig anderen Kunden werden wir uns bald kümmern

Eine zehnseitige* E-Mail bekommt man nicht alle Tage. Ärgerlich ist es, wenn man erst einmal neuneinhalb Seiten herunterscrollen muss, um zum eigentlichen, halbseitigen Text der Nachricht zu kommen. Neuneinhalb Seiten E-Mail-Adressen Darüber geärgert hat sich auch das Bayerische Landesamt für Datenschutz - und hat der Absenderin dieser E-Mail ein Bußgeld aufgebrummt. Nicht wegen der Papier- bzw. Zeitverschwendung. Sondern weil die Dame, Mitarbeiterin eines Handelsunternehmens, mit offenem Verteiler statt per "bcc" an zahlreiche Kunden die Nachricht versandt hatte, man werde sich bald um ihr Anliegen kümmern. So konnte jeder Kunde dann feststellen, ob sein Nachbar oder sein Bekannter vielleicht auch Kunde bei dem Handelsunternehmen ist. Und da der les- und druckbare Verteiler wohl sehr lang, nämlich neuneinhalb Seiten lang, war, muss die Dame jetzt büßen. Das Landesamt schreibt:
"E-Mail-Adressen, die sich in erheblichem Umfang aus Vornamen und Nachnamen zusammensetzen, sind als personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts anzusehen. Diese personenbezogenen Daten dürfen an Dritte nur dann übermittelt werden, wenn eine Einwilligung vorliegt oder eine gesetzliche Grundlage gegeben ist. Beide Voraussetzungen lagen hier nicht vor."
Das steht so auch in § 4 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) drin. Dabei war es dem Landesamt durchaus bewusst, "dass ein derartiger Verstoß sehr schnell und fahrlässig geschehen kann" ...Zum vollständigen Artikel

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