Abstandsverstoß – wann vorwerfbar, wann nicht?

Das Amtsgericht Lüdinghausen hat mit Urteil vom 28.01.2013 (Az.: 19 OWi-89 Js 1772/12-216/12) zur Frage Stellung genommen, wann ein Abstandsverstoß im Straßenverkehr dem Fahrer vorwerfbar ist und wann nicht. Wenn eine Abstandsunterschreitung auf einer Strecke von lediglich 110 bis 120 m festgestellt wird, reicht dies nach dem Amtsgericht nicht aus, einen vorwerfbaren Abstandsverstoß feststellen zu können. In dem zu entscheidenden Fall wurde der Betroffene auf Kosten der Staatskasse von dem Vorwurf freigesprochen, auf der Autobahn einen Abstandsverstoß begangen zu haben. Sein Abstand zu dem vorausfahrenden Fahrzeug habe bei einer Geschwindigkeit von 154 km/h nur 29 m betragen. Das Gericht hat den betroffenen freigesprochen, weil der Abstandsverstoß nicht über die erforderliche Strecke von 250 bis 300 m festzustellen war. Das Amtsgericht hat zwar ein Video des Abstandsmesssystems Vidit VKS 3.0 vom Vorfall in Augenschein genommen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK