Bing-Maps-Fotos werden abgemahnt.

Wir schreiben das Jahr 2013. Man sollte meinen, die Zeit der Landkarten-Abmahnungen ist vorbei. Leider nicht, wie ich jetzt gerade erfahre. Ein Anbieter von Tech-News im Internet musste das nun leidvoll erfahren: Um nicht immer nur die Google-Maps-Bilder zur Veranschaulichung von lokalen Informationen einbinden zu müssen, dachte man sich, schauen wir doch mal beim Konkurrenten Bing vorbei. Die haben ja bekanntlich auch Kartenmaterial und Städtefotos im Angebot. Gesagt, getan, schon konnte man schöne Fotos von Straßenzügen in den Artikeln bewundern. Abmahnung für die Blom Deutschland GmbH Doch nicht lange währte die Pracht, denn Ende Mai erreichte die Firma ein Schreiben der Anwaltskanzlei Meissner & Meissner aus Berlin. Die vertreten die Rechte der Blom Deutschland GmbH. Und die wiederum ist die deutsche Tochtergesellschaft der Blom ASA, Norwegen, Anbieter von geografischen Informationen, insbesondere von Luftbildern. Verlangt wurden eine Unterlassungserklärung, 650,- Euro fiktive Lizenzgebühr für ein Luftbild der Größe bis 20 x 20 cm, Anwaltskosten auf der Basis eines Gegenstandswertes von 6.000,- Euro in Höhe von 459,40 Euro sowie die Kosten für die Dokumentation der Urheberrechtsverletzung in Höhe von 95,- Euro. Von Google-Maps war man - zumindest nach anfänglichen Anlauf-/Abmahnschwierigkeiten - eigentlich gewöhnt, dass das Einbinden solcher Karten in aller Regel ohne Probleme möglich ist, wenn man sich an die üblichen Regeln hält. Das ist aber nicht unbedingt auf das Angebot von Bing zu übertragen. Unübersichtliche Nutzungsbedingungen Die Nutzungsbedingungen für den Dienst Microsoft Bing Maps sind, gelinde gesagt, unübersichtlich und nicht sonderlich benutzerfreundlich gestaltet (Abrufdatum: heute). Da findet man Regelungen hier, hier, hier und hier. Und da stehen dann schöne Sätze drin wie: "Die Vervielfältigung jeglichen Inhalts ist streng verboten ...Zum vollständigen Artikel

  • Google Earth: Aus-der-Luftgucker tappen in die Abmahnfalle

    spiegel.de - 59 Leser - Aus Googles Weltatlas "Google Earth" kann jeder mühelos Luftbilder per E-Mail verschicken. Wer diese Aufnahmen ins Web stellt, riskiert eine Abmahnung. Die Rechte an den Luftbildern liegen nicht bei Google, sondern bei kleinen Firmen, die Millionen für die Luftaufnahmen bezahlt haben.

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