Schmerzhafter Abschied vom eigenen Hund kann Arbeitsunfall sein

Auch Herrchen oder Frauchen müssen mal Arbeiten. Verabschieden sie sich auf ihrem Arbeitsweg von ihrem heraneilenden Hund, stehen sie bei einem Zusammenstoß mit dem Vierbeiner unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, entschied das Landessozialgericht (LSG) Sachsen-Anhalt in Halle in einem am Dienstag, 25.06.2013, veröffentlichten Urteil (AZ: L 6 U 12/12). Denn die Verabschiedung vom Hund stelle nur „eine unerhebliche und geringfügige Unterbrechung des Arbeitswegs“ dar.

Damit gab das LSG einem Versicherungsvertreter recht. Der Mann verließ am 2. Juni sein Haus und wollte zur Arbeit. Als er von weitem seine Frau und den gemeinsamen Schäferhund erblickte, pfiff er nach dem Tier, um sich zu verabschieden. Der Vierbeiner kam daraufhin angerannt. Wegen des schlechten Weges konnte der Hund nicht rechtzeitig abbremsen. Es kam zum Zusammenprall, so dass der Versicherungsvertreter stürzte und eine Knieverletzung, einen Knorpelabriss, erlitt.

Den Unfall wollte er nun von der Berufsgenossenschaft als Arbeits- und Wegeunfall anerkannt haben. Er habe ja das Haus verlassen und sich daher bereits auf dem Arbeitsweg befunden.

Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Wegeunfall ab. Es bestehe kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der versicherten Tätigkeit – also der Arbeit – und dem Unfallereignis. Als der Kläger den Hund verabschieden wollte, habe er seinen Arbeitsweg unterbrochen. Es habe sich dabei um eine private Tätigkeit gehandelt ...

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